Ambulatorium

OUT PATIENT CLINIC - OPC

Das Ambulatorium auch Out-Patient-Clinic (kurz OPC) genannt, ist Teil des Gesundheitszentrums unserer Partnerorganisation S.B. Devi Charity Home. Es ist das erste der fünf Projekte und wurde 1991 gegründet. Seit der Gründung hat sich das Ambulatorium, welches sich mitten in der Altstadt Kolkatas befindet, einen Namen gemacht und ist ein essentieller Bestandteil der lokalen medizinischen Grundversorgung geworden.

Das indische Ärzteteam vor Ort bietet an sechs Tagen in der Woche Sprechstunden und Behandlungen an. Sämtliche Ärzte arbeiten hauptberuflich in Spitälern oder eigenen Praxen. Die zusätzliche Arbeit, welche sie im Gesundheitszentrum verrichten, geschieht auf solidarischer Basis zu einem geringen Entgelt. Durch dieses Engagement sowie die Unterstützung aus der Schweiz, wird ein umfassendes medizinisches Angebot für die ärmsten und sozial am schlechtesten dastehenden Bevölkerungsschichten ermöglicht.

Das Behandlungsangebot umfasst westliche Schulmedizin (Allopathie), alternative Medizin (Homöopathie) sowie traditionelle indische Medizin (Ayurveda). Zudem wird viel Wert auf Präventionsarbeit gelegt, welche in Form von regelmässig stattfindenden Workshops umgesetzt wird.

Die Patienten bezahlen für ihre Behandlungen und Medikamente einen ihren Verhältnissen angepassten Betrag, wobei wenn nötig Medikamente auch kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Im Schnitt werden im Ambulatorium 5'000 Behandlungen pro Jahr durchgeführt. Die Patienten lassen sich rund zur Hälfte mit westlicher Schulmedizin sowie zu je einem Viertel durch Homöopathie und Ayurveda behandeln. Diese Verhältnisse haben sich über die Jahre hinweg relativ konstant gehalten.

Ärzte und Patienten können mittlerweile von einem hohen Erfahrungsschatz und Professionalität profitieren. Trotzdem ist noch viel Entwicklungspotential vorhanden. An Ideen für neue Investitionen und Optimierungen mangelt es nicht. Damit das Gesundheitszentrum weiterhin seine Dienste für benachteiligte Menschen in Kolkata bereitstellen kann, ist es auch in Zukunft auf finanzielle Unterstützung aus der Schweiz angewiesen.